Der Risikodiskurs: Zur gesellschaftlichen Inszenierung von by Birgit Kleinwellfonder

By Birgit Kleinwellfonder

In Risikofragen ist kein Konsens zu erzielen. Die Differenz zwischen jenen, die über Risiken entscheiden, und jenen, denen zugemutet wird, mit diesen Risiken zu leben, ist aufgebrochen. Ein Riß ist entstanden, unwiderruflich, und durch nichts zum Verschwinden zu bringen. Jeder Versuch in eine solche Richtung ist nicht nur zum Scheitern verurteilt, sondern birgt zudem seinerseits nicht zu unterschätzende Risiken für die Gesellschaft. "Der Risikodiskurs" ist eine soziologische Studie, die über die Risiken und Nebenwirkungen des Risikodiskurses umfassend informiert.

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Die Zahlen, die dabei herauskommen, sind freilich verkappte Briiche: 1m Nenner unterm Strich steht das Ungefahre, und niemand kann sagen, ob die Zahl im Zahler durch zwei oder durch flinf oder durch hundert dividiert werden muB, urn der Wirklichkeit zu entsprechen. ) 13 Und noch unter diesen Umstanden bleibt der epistemologische Status des Wahrscheinlichkeitskalkiils umstritten: "Wurden friiher Wahrscheinlichkeiten als 'objektive' Gesetze verstanden, so gewinnt heute die vor allem von Bruno de Finetti (1981: 6) vertretene These an Boden, daB es 'nur subjektive Wahrscheinlichkeiten gibt', die allenfalls in Grenzfallen als objektive Sinnzusammenhange interpretiert werden k6nnen" (BonB 1991: 267).

J Wir konnen eine gegebene Erfahrung nicht in einer einzigartigen, unwiederholbaren Weise auf ihre Ursprunge zuriickverfolgen. Jedes Mal, wenn wir versuchen, die QueUe etwa einer Wahrnehmung oder einer Idee aufzuspiiren, stoBen wir auf ein standig vor uns zUrUckweichendes fractal, und wo wir auch nachgraben mogen, stoBen wir auf die gleiche FiiUe von Details und wechselseitigen Zusammenhangen. Jedes Mal ist es die Wahrnehmung einer Wahrnehmung einer Wahrnehmung ... oder die Beschreibung einer Beschreibung einer Beschreibung.

Sie teilen mit dem Risk Assessment das Interesse am quantifizierten Risiko - und im gemeinsamen Interesse am quantifizierten Risiko formiert sich eine endlos fiihrbare Debatte urn die richtige, namlich: eine am Prtifstein objektiver Realitat haltbare, Risikogro6e. Die sachliche Bestimmung des Risikos wird zum Streitobjekt: Wie hoch ist die 'realistische' Eintrittswahrscheinlichkeit? Wie hoch ist der 'real istische' Schaden? h. uns interessieren hier aIle in die Argumentationsmuster, die in Risikodebatten geptlegt werden.

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